DUZ TransferRaum – Wissenschaft wirksam machen
11/2025
Herausgeber: DUZ Wissenschaftskarriere in Kooperation mit TransferAllianz e. V.
22 Seiten, PDF
Schwerpunktthema: Transfer braucht Mindset
Editorial
Wissenschaftseinrichtungen sind zentrale Motoren für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt. In ihren Laboren entstehen Ideen und Technologien, die das Potenzial haben, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Doch zu oft bleibt dieses Potenzial ungenutzt – Forschungsergebnisse schaffen es nicht aus dem Labor in die Anwendung.
Hier setzt der Wissens- und Technologietransfer an: als Brücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Wirkung. Damit diese Brücke trägt, bedarf es nicht nur Strukturen und Prozesse, sondern vor allem Menschen mit dem richtigen Mindset – Forschende und Transferverantwortliche, die bereit sind, wissenschaftliche Erkenntnisse in marktfähige Lösungen zu übersetzen.
Eine gelebte Transferkultur ist dafür entscheidend. Sie erkennt den Mut zur Anwendung an, fördert Freude an Kooperation und stärkt den Willen, Wissen in Wirkung zu verwandeln.
Diese Ausgabe widmet sich der Frage, wie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen motiviert werden können, sich aktiv am Wissens- und Technologietransfer zu beteiligen – und wie Hochschulen Rahmenbedingungen schaffen können, die Innovation aus der Wissenschaft heraus beflügeln.
Konkrete Erkenntnisse liefert das Projekt Transentive, in dem systematische Anreize entwickelt, getestet und auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden, um Transfer- und Verwertungsaktivitäten zu stärken und langfristig eine lebendige Innovationskultur in öffentlichen Forschungseinrichtungen zu verankern. Die gewonnenen Einsichten und übertragbaren Ergebnisse – ergänzt durch internationale Good-Practice-Beispiele – bieten wertvolle Impulse für Forschende, Transferstellen und Hochschulleitungen, die an ihrer Einrichtung eine Kultur des Transfers gestalten möchten.
Sie verdeutlichen: Eine echte Transferkultur entsteht dort, wo Neugier, Offenheit und Gestaltungslust aufeinandertreffen. Wo Forschende ermutigt werden, über die Grenzen des Labors hinauszudenken und ihre Ideen in die Welt zu tragen. Wenn Transfer nicht als Pflicht, sondern als Chance verstanden wird, kann Wissenschaft ihre größte Stärke entfalten – Wirkung zu erzeugen, die bewegt und verändert.
Christiane Bach-Kaienburg
Geschäftsführerin TransferAllianz e. V.
Dr. Anna Wachsmuth-Pohle
Gruppenleiterin Innovationspolitik und Transferdesign, Fraunhofer ISI